Statuen-Talk in Kassel / Let the statues of Kassel talk!

Wettstreit der Götter

Kurzgeschichte von Stefanie Saur, Teil 3 (Teil2) und (Teil1)

Wären da nicht noch die Rossebändiger Castor und Pollux (Foto), gleich zweimal, zumal in strategisch sehr guter Lage: Sie säumten immerhin die Hauptachse der Flaniermeile zwischen Hirsch- und Küchengraben und deckten jeder eine Flanke des Weges ab. Sie waren zwar meist wie jetzt auch ziemlich stumm. Aber angesichts einer Notlage fuhren sie zur Höchstform auf. Das ist seit der Antike bekannt.

Als Retter in der Not würden sie die Friedensgöttin Eirene und nicht ihn, Herrscher der Unterwelt, unterstützen. Umso mehr ein Grund, diese Amazone auf seine Seite zu ziehen. Zumal sie dann später auch einmal Liktor für seine Machtbelange um den Finger wickeln könnte.

Hades beißt auf Granit
Doch weit gefehlt: Wie er auch versuchte, Amazone für sich zu gewinnen, kein Versuch fruchtete. Keine Argumente, noch Verführungsversuche oder romantische Briefe, auch nicht die Aussicht, dort hoch droben selbst das erste weibliche Wahrzeichen dieser stattlichen Stadt zu werden. Hades verstand die Welt nicht mehr. Eines Tages resignierte er und fragte seinen Nachbarn Vulkan verbittert nach dem Grund seines Scheiterns. “Frag Eirene”, raunzte der missgelaunt zu ihm herüber.

Warum lässt sich Amazone nicht auf seine Verlockungen ein?
“Eirene, verrate mir den wahren Grund, warum ich Amazone nicht umstimmen konnte”, flehte Hades. “Den wahren Grund …”, gluckste die leise in sich hinein. “Das habe ich gehört”, sagte Hades. “Sag ihn mir!” “Das kann ich nicht”, zierte sich Eirene. “Du wirst ihn nicht glauben.” “Ich will es aber wissen. Warum war es derart ausweglos, sie auf unsere Seite zu ziehen?” “Es gibt ein wahrlich schlagendes Argument”, gab Eirene zu. “Das verstehe ich nicht. Etwas klarer, bitte”, Hades wurde ungeduldig. “Okay, es ist einfach die Ästhetik des Augen-Blicks.”

Eine Frage der schönen Aussicht
Hades (Foto) zuckte ratlos die Achseln. “Du redest in Rätseln. Ich brauche eine deutliche Aussage: WORAN lag es?” Eirene holte kurz Luft und sagte mit fester Stimme: “Klartext: Sie findet die Aussicht auf seinen muskelbepackten Körper – vor allem auf dieses Prachtstück von Hintern! – einfach viel zu schön, um sich dieses knackige Vergnügen je entgehen zu lassen.

Du weißt, dass sie sich nachts dazu extra von ihrem Sockel erhebt, auf eines der Rösser von Castor und Pollux steigt und in den Bergpark galoppiert, um sich das Spektakel aus nächster Nähe anzusehen?”. Sie gluckste verständnisvoll in sich hinein.

Hades war sprachlos. Dass ein ästhetischer Männerhintern seine Machtpläne zunichte machten, hat er übrigens bis heute nicht recht verwunden. Er hat seitdem kein einziges Wort mehr gesprochen.

Epilog
Und die Moral von der Geschicht’? Hintern knackig, Frieden gesichert? Oder doch eher: Ende gut, alles gut? Oder ist es nicht doch diese: Offene Augen und Fantasie zählen! Denn wie die Geschichte weitergeht, obliegt ganz der Fantasie des Lesers.
Er allein kann entscheiden, ob Hades….
a) sich nicht doch in einem Wutanfall auflöste…
b) einen dringenden Bittruf nach Versetzung an die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten schrieb oder
c) jeden Tag wacker Hanteln stemmte, auf dass sich das Blatt bald zu seinen Gunsten wenden werde?
Oder – fällt Ihnen gar noch etwas anderes dazu ein?

Die Statuen in Kassel / The statues of kassel Fotos/Photos (4): Saur

Contest of the Gods

Short story from Stefanie Saur, Part 3 (Part2) and (Part1)

But don’t forget the horse-tamers Castor and Pollux, especially strategically very well located: after all, they lined the main axis of the promenade between Hirsch- and Küchengraben each of them covering one flank of the way. Normally they are mostly pretty soundless as now. But faced with a particular hardship they went on to top form. This is known since antiquity. As rescuer in the hours of need, they would surely support the goddess Eirene and not him, the ruler of the underworld. One more reason for him to win Amazone over to his side. Particulary later she could wrap Lictor around her finger, naturally for his own interest of power.

Hades biting on granite
But far from it: As he was also trying to win over Amazon, no attempt bore fruit. No arguments, nor attempts at seduction or romantic letters, not even the vision of her high up there herself, the first female symbol of this stately city to be. Hades did not understand the world anymore. One day he resigned and asked his neighbor Volcano bitterly about the reason of his failure. “Ask Eirene,” grumbled this one ill-humored.

Why Amazon does not deal with Hades temptations?
“Eirene (Foto), tell me the real reason why I could not change Amazones mind,” implored Hades. “The real reason …” chuckled Eirene softly into herself. “I’ve heard your words,” said Hades. “Tell me more.” “I can’t,” demurred Eirene. “You will not believe it.” “I want to know it though. Why was it so hopeless, to draw Amazone on my side?” ” Because of a truly compelling argument”, admitted Eirene. “I don’t understand. A bit clearer, please.” Hades was really impatient. So Eirene took a deep breath and said: “Okay, it’s just the aesthetics of the eye-glance.”

A question of beautiful view
“Again: What does that mean?” Hades shrugged his shoulders helplessly. “You’re talking in riddles… I need a clear statement: WHAT is the reason?” Eirene turned her head and said in a firm voice: “To put it bluntly: The view is on his perfect, well muscled body – especially on this magnificent piece of the downer back just is too good to pass up this crunchy delight ever. You know that she rises every night from her base, jumps on the back of one of the horses of Castor and Pollux and then gallops in the mountain park to see the spectacle very nearly?”, she gurgles with much understanding in her voice.

Hades was speechless. The point that an aesthetic back of a statue could distroy his power, this incredible fact, he hadn’t wound up till today. Since then nobody heard a single word passing through his mouth.

Epilogue

And the moral of the story? Back crunchy, peace secured? Or rather: All is well that ends well? Or it’s this: Open eyes and imagination are counting! Because for as the story goes, the whole responsibility now lies in the reader’s imagination.

You, dear reader, will decide whether Hades ….

a) … is not yet dissolved into a fit of rage …
b) … wrote an urgent invocation to transfer his statues to the administration of the State Palaces and Gardens or
c) … each day bravely pushed weights, so that will soon turn the tide in his favor?
Or – do you have another suggestion?

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Kulinarisches Einmaleins aus Kassel / Culinary basics of Kassel

Diesmal haben sich Silke und Steffi auf die Suche nach den kulinarischen Besonderheiten in der Region rund um Kassel gemacht und dafür sogar mit dem Slow Food Convivium gekocht. Außerdem beschreiben sie die Kasseler Hotellerie, die sich nicht nur für die documenta 13 gerüstet hat.

This time, Silke and Steffi discover the culinary specialties of the region around Kassel. Therefore, they have cooked with a “Slow Food Convivium”. They also describe the Kassel hotel industry, which equiped themselves not only for documenta 13.

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„Der Besucher darf sich nur über eins ärgern – und das ist die Kunst!“ / „The visitor may resent only one – and that is art!“

Christian Philipp Müller, Bernd Leifeld und Matthias Sauer (von links) Fotos: Saur / Photos: Saur

Was ist die documenta (13) und was ist sie nicht? Wie laufen die Vorbereitungen? Wie kam es überhaupt zur Entscheidung der jetzigen künstlerischen Leitung? Was erwartet den Gast zur documenta (13)? Wann werden die Künstler bekannt gegeben? Um diese Fragen drehte sich die Gesprächsrunde mit Bernd Leifeld, Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH in Kassel, Ende Januar im Hörsaal der Kunstuni Kassel.
Der Rektor der Kunsthochschule Kassel, Professor Dr. Christian Philipp Müller, auch einer der ausstellenden Künstler der documenta (13) – mehr dazu in unserem zweiten Videobeitrag, hatte Bernd Leifeld und Matthias Sauer, Leiter der Infrakstruktur der documenta (13), eingeladen. Sie stellten sich den Fragen der Studierenden und Interessierten.

Bernd Leifeld: Seit 2008 mit der Planung der documenta (13) beschäftigt
Wenn Bernd Leifeld gefragt wird, wie denn in diesen Tagen die Vorbereitungen zur documenta (13) laufen, schüttelt er mit dem Ausdruck eines Unverstandenen mildtätig den Kopf. Denn er beschäftigt sich seit über vier Jahren mit den Vorbereitungen der Weltkunstausstellung. Erste wichtige Aufgabe ist dabei immer die Wahl des neuen künstlerischen Leiters. Der kann sich nicht bewerben, sondern wird „gerufen“, so Leifeld. Die internationale Findungskommission – darunter auch drei deutsche Vertreter – hat viele potentielle Kandidaten gesammelt und sie dann auf 40 Namen reduziert, hieß es. Am 3. Dezember 2008 wurde die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Barkaiev schließlich der Öffentlichkeit präsentiert.

„Unser wichtigster Sponsor ist der Besucher“
Für die documenta (12) stand laut dem Referenten ein Budget von 26,8 Millionen Euro zur Verfügung. Das setzte sich so zusammen: Die Stadt Kassel trug davon 13 Prozent, das Land Hessen den gleichen Anteil und die Kulturstiftung des Bundes 12 Prozent. Der größte Anteil – 62 Prozent des Budgets – kam aus Eigenleistung. Fazit: 38 Prozent des Budgets besteht aus den genannten öffentlichen Zuschüssen, 62 Prozent aus Eigenleistungen. „Unser wichtigster Sponsor ist der Besucher“, fasst Bernd Leifeld zusammen.

Logo, erstes Kunstwerk, Notebooks: So inszeniert sich die documenta (13) im Vorfeld
Seitdem ist viel passiert, viel im Hintergrund, einiges in der Öffentlichkeit: Das neue Logo wurde entwickelt (wir berichteten in unserem Blogbeitrag darüber), das erste Kunstwerk von Penone aufgestellt (auch hier haben wir drüber gebloggt), die Notebooks (ebenso im Blog), viele Veranstaltungsreihen und Vorträge informieren über die documenta (13) inszenieren sie als eigene Darbietung – weit im Vorfeld, jenseits der eigentlichen 100 Tage . Leifeld und Sauer sowie auch das wachsende Personal der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH haben dabei immer ein Ziel im Visier: „ Der Besucher darf sich nur über eins ärgern – und das ist die Kunst,“ erklärte Bernd Leifeld.

150 companions starten ihre Ausbildung
Ganz aktuell: 150 sogenannte „Begleiter“ oder „companions“ wurden dieser Tage unter Vertrag genommen. Sie wurden aus über 700 eingehenden Bewerbungen ausgesucht, um ab Start der documenta (13) im Juni 2012 den Besuchern interessante Führungen durch die Weltkunstausstellung zu bieten. Dafür sollten sich die Besucher mindestens zwei Stunden Zeit nehmen, hieß es. Ihre Ausbildung begann am letzten Januar-Wochenende, ebenfalls im Hörsaal der Kunstuni.

„Es wird eine sehr lebendige Ausstellung an vielen verschiedenen Orten“
Weiteres zum aktuellen Stand der documenta (13): Laut Bernd Leifeld stehen jetzt bereits hundert Prozent der Ausstellungsorte fest. Einige waren bereits verkündet worden: Das Fridericianum, die Karlsaue, das Gloria Kino (am Ständeplatz in der Friedrich-Ebert-Straße 3). Es kommen noch spannende weitere Ausstellungsorte hinzu, die überraschen dürften, kündigte Leifeld an. Denn die einstige Idee von „100 Künstlern an 100 Orten“ ziehe in jedem Fall dies nach sich: Es gibt 2012 eine beindruckend große Anzahl von Ausstellungsflächen. „Es wird eine sehr lebendige Ausstellung an vielen verschiedenen Orten“, verspricht Bernd Leifeld. Daher rät er jedem Besucher von außerhalb auch, mindestens zwei Tage allein für den Besuch der documenta (13) einzuplanen. Eine Route um das Fridericianum sei fußläufig an einem Tag zu schaffen. Für die zweite, größere Route wird geraten, öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen. Den Ortsansässigen empfiehlt Leifeld indes eine Dauerkarte. Immerhin ist viel über die ganze Stadt verteilt zu entdecken.

Altbekannt: Infos gibt‘s in „Häppchentaktik“
Bernd Leifeld verkündet Orte, Konzept und vor allem ausstellenden Künstlern der documenta (13) ganz bewusst in „Häppchentaktik“: Er möchte die documenta auch hier als „Kleinod“ schützen. Man habe aus der Erfahrung gelernt, dass die Medien dazu tendierten, die Qualität der jeweiligen documenta überwiegend an der Qualität der ausstellenden Künstler festzumachen, so Leifeld. Daher werden die Namen aller ausstellenden Künstler komplett erst am 6. Juni an die Öffentlichkeit gegeben. Und auch die companions mussten vor ihrer ersten Ausbildung gleich einen Vertrag zur Geheimhaltung unterzeichnen.

Schnitzeljagd durch die Notebooks für Tüftler
Neugierigen gab Bernd Leifeld jedoch eine kleine Tüftelaufgabe mit auf den Weg: „Wer unsere Notebooks liest, kann sich auch mal seine eigene künstlerische Liste zusammenstellen“. Derzeit (Stand : 27. Januar 2012) seien 54 der insgesamt 100 geplanten Notebooks (siehe dazu auch unseren Blogartikel) veröffentlicht . Und auch in der Aue „tue sich bereits etwas“.

Besucher sehen die große Inszenierung der Kunstwerke mit eigenen Augen
Wer also tüfteln mag, der tüftele. Und wer zwischen dem 9. Juni und 16. September 2012 nach Kassel kommt, wird das künstlerische Gesamtwerk eh mit eigenen Augen sehen. So wird die documenta (13) eine ganz eigene dramaturgische Inszenierung, die wie am Theater eines produziert: Spannung. Und das hat ja auch sein Gutes. Und kommt sicher nicht von ungefähr: Immerhin hat Bernd Leifeld ja vorher auch als Dramaturg, Intendant und Regisseur an verschiedenen Theatern gearbeitet.

Zur Person
Bernd Leifeld studierte Germanistik, Pädagogik und Theaterwissenschaften in Köln und an der Freien Universität Berlin. Er arbeitete an verschiedenen deutschen Bühnen als Regieassistent. 1980 war er Dramaturg der Ruhrfestspiele Recklinghausen. Von 1981-1983 arbeitete er als Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel, bevor er Intendant und Regisseur am Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen (LTT) wurde. Nach einem Lehrauftrag für Dramaturgie an der Universität Tübingen 1992, arbeitete er als Lektor an der Universität Basel. Von 1993 bis 1995 war Bernd Leifeld Dramaturg und Schauspieldirektor am Theater Basel. Seit dem 1. Januar 1996 ist er Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH in Kassel. (Quelle für Zur Person: Pressestelle der Kunsthochschule Kassel)

Müller, Leifeld, Sauer

What is the documenta and what it is not? How are the preparations? How did it come to the decision of the current artistic direction? What awaits the guest of documenta (13)? When all artists will be announced? Bernd Leifeld, managing director of Documenta and Museum Fridericianum Event GmbH in Kassel, gave an answer to this questions at the end of January in the auditorium of the Art University of Kassel. The rector of the Kassel Art Academy, Professor Dr. Christian Philipp Müller (also one of the artists exhibiting at documenta (13), more on that in our second video contribution) invited Bernd Leifeld and Matthias Sauer, head of Infrastructure of documenta (13). They answered the questions of students and interested parties.

Bernd Leifeld: Since 2008, the planning of the documenta (13) employs
If Bernd Leifeld is asked these days about the preparations for the documenta (13) now, he shakes his head with a light expression of being misunderstood. Because he has been busy already for the last four years with the preparations for the international art exhibition. The first important task is to achieve the election of the new artistic director. The artistic director cannot apply, but is “called,” said Leifeld. The international selection committee – including three German agents – has gained a lot of potential candidates and then reduced to 40 names. On 3th December 2008 was ultimately presented to the public the new artistic director Carolyn Christov-Barkaiev.

„Our main sponsor is the visitor“
The documenta (12) had a budget of 26.8 million euros, explained the speakers. It was composed as follows: The city of Kassel provides 13 percent, as well as the state of Hesse (also 13 percent) and the “Kulturstiftung des Bundes” provides 12 percent. The largest share – 62 percent of the budget – came from the own performance of documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH. Conclusion: 38 percent of the budget consists of public subsidies, 62 percent of own performance. “Our main sponsor of the visitors,” says Bernd Leifeld.

This way the documenta (13) is presented in advance: Logo, the first artwork, notebooks
Much has happened since, much in the background, some in public: The new logo was developed (as reported in our blog post), it was set up the first art work in the Aue by Penone (again, we blogged about it), notebooks were published (also one theme of our blog), many series of events and lectures about the documenta (13) and direct them as an own performance – in advance, long time before he actual 100 days. Leifeld and Sauer as well as the growing staff of the Documenta and Museum Fridericianum Event GmbH have always one goal in sight: “The visitors may resent only one – and that is art,” summarized Bernd Leifeld.

150 companions start their training
Brand new: 150 so-called “companions” were put under contract these days. They were selected from over 700 applications received, with the aim to offer interested visitors some interesting tours around the exhibition. For one of those guided tours the visitors should calculate at least two hours, explained Leifeld. The training of these companions started last weekend in January, also in the auditorium of the Kunsthochshule.

„It will be a very vital art exhibition at many different places“
More on the current state of the documenta (13): According to Bernd Leifeld one hundred percent of the venues has been specified yet. Some of them had already been announced: The Fridericianum, the Karlsaue, the Gloria Kino ( located at the “Ständeplatz” in the Friedrich-Ebert-Straße 3). It adds even more exciting venues, which should surprise, announced Leifeld. From the former idea of “100 artists at 100 locations” this still remains: The documenta (13) has many venues. “It is a very vital art exhibition at many different places,” promises Bernd Leifeld. Therefore, he advises all visitors to stay at least two days to visit the documenta (13). A route around the Fridericianum within walking distance will be accomplished in one day. For the second, larger route, it is advised to take public transportation. For the inhabitants and those of the surroundings Leifeld recommend a season ticket. After all, there is a lot to explore scattered throughout the whole city.

Well known: Information tactics piece by piece
Bernd Leifeld always announces locations, concept, and especially artists exhibiting at documenta (13) deliberately into “piece by piece tactics”. He explains, why: He wants to protect the documenta also in this point as “jewel”. They had learned from experience that the media tended to evaluate the world art exhibition mainly by the quality of the exhibiting artists, explained Leifeld. Therefore, the names of all the exhibiting artists are completely published just before the beginning, on the 6th of June. Moreover, the first duty of the companions before their first training was this: To sign immediately an agreement of confidentiality.

Inventors may make a scavenger hunt through the notebooks
However, for really curious persons Bernd Leifeld gave a small exercise to solve this big question on the own way: “Anyone who reads our notebooks, can also put together his own list of artists.” Currently (as of 27 January 2012) 54 of the planned 100 notebooks (see our blog article) have been published. And also in the Aue “there is actually happening something”, announces Bernd Leifeld with a twinkle in his eye.

Visitors will see the big staging of artworks with their own eyes
Ok, so let the inventors puzzle! Those, who come between 9th of June and 16th of September 2012 to Kassel will see the big staging of all art works with their own eyes. At least, the documenta (13) produces this as unique dramatic staging at its own: Tension. This also has its advantages. And certainly does not come by chance: After all, Bernd Leifeld previously worked as dramaturge, as well as theater and acting director at various theaters.

Personal
Bernd Leifeld studied Germanic, pedagogy and theater in Cologne and at the University of Berlin. He worked in various German theaters as assistant director. In 1980 he was editor of the Ruhr Festival in Recklinghausen. From 1981-1983 he worked as an acting director at the Staatstheater Theater Kassel before he was director and director at the National Theatre Württemberg-Hohenzollern Tübingen (LTT). After a lectureship in dramaturgy at the University of Tübingen in 1992, he worked as a lecturer at the University of Basel. From 1993 to 1995 Bernd Leifeld was dramaturge and theater director at the Theater Basel. Since the first January 1996, he is managing director of Documenta and Museum Fridericianum Event GmbH in Kassel. (Source for this heading “Personal”: Press Office of the Kunsthochschule Kassel)

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Ai Weiwei-Ausstellung wird in Stockholm eröffnet / Ai Weiwei exhibition opens in Stockholm

STOCKHOLM Kultur wird in Schwedens Hauptstadt groß geschrieben – das wird auch 2012 so sein. Schon zu Beginn des Jahres wird hier ein besonderes Highlight geboten: Am 3. Februar wird in der Kunsthalle Magasin 3 erstmals in Schweden eine Einzelausstellung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei eröffnet.

Gezeigt werden vor allem eine Anzahl seiner Monumentalinstallationen sowie politische Arbeiten. Tessa Praun, die Kuratorin von Magasin 3, ist überzeugt, dass der Fokus auf die politische Arbeit von Ai Weiwei nach dessen Verhaftung im letzten Jahr noch wichtiger ist als zuvor. Die Ausstellung wird bis zum 10. Juni 2012 in Stockholm zu sehen sein.

Ai Weiwei

Foto/Photo: Hafenbar at de.Wikipedia, durch Wikimedia Commons

Culture is considered essential in Sweden’s capital – also for the year 2012. Already at the beginning of the year here a special highlight is offered: From 3 February opens in the Kunsthalle Magasin 3 for the first time in Sweden, a solo exhibition of Chinese artist Ai Weiwei.

Shown will be mainly a number of his monumental installations and political works. Tessa Praun, curator of Magasin 3, is convinced that the focus on the political work of Ai Weiwei, following his arrest last year, is even more important than before. The exhibition in Stockholm will be on display until the 10 June 2012.

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Statuen-Talk in Kassel / Let the statues of Kassel talk!

Wettstreit der Götter

Kurzgeschichte von Stefanie Saur, Teil 2 (Teil1)

“Ganz ehrlich: Ich kann diesen Giganten im Bergpark auch nicht leiden”, sagte Hades schließlich. “Aber ich habe so oder so die Macht. Und ehrlich gesagt: König der Unterwelt zu sein, dieser Job füllt mich völlig aus.” Spitzlippig raunzte er aus dem Mundwinkel hinüber: “Und ich will es mir in meinem irdischen Dasein als Statue hier oben weder mit Proserpina, noch mit Eirene (Foto) verscherzen. Die ist ja immerhin Friedensgöttin und nervt mich tags wie nachts mit ihrer bescheuerten Harmoniesucht. Echt eine Frechheit, dass ausgerechnet sie direkt zu meiner rechten Seite steht. Mit so wenig Abstand. Das ist wirklich psychische Kriegslist!”

Hades will über Kassel herrschen
Dass er in Wahrheit Feuer gefangen hatte, musste er ja nicht jedem erzählen. Denn er schmiedete just in diesem Augenblick den Plan, Herkules’ Platz im Bergpark einzunehmen und über Kassel zu herrschen. “Ich habe alles gehört, Hades” schimpfte Eirene. “Und ich kann nur sagen: Wenn ihr weise wäret, würdet ihr so etwas nicht einmal denken. Und im Übrigen unterschätzt mich nicht, denn ich habe nicht nur den Frieden, sondern mit Liktor auch noch das Recht auf meiner Seite.”

Eirene verbündet sich mit Liktor und Vesta
Sie zwinkerte mit langem Blick über den Weg hinüber. Der gute römische Amtsdiener Liktor dienerte ergeben zurück. “Siehst Du. Vesta und Amazone umrankeln und bezirzen den guten Liktor von beiden Seiten. Er ist uns voll ergeben und wird immer auf meiner Seite sein.” Sie verzog die Mundwinkel. “Und ich bin auch nicht konfliktscheu. Darf ich im Übrigen auch gar nicht sein, bei solchen Nachbarn wie euch und deiner Omnipräsenz. Was ist das überhaupt für eine blöde Idee, dich hier gleich zweimal hinzustellen? Egal, jedenfalls gilt für mich: Um mit euch Frieden zu haben, rüste ich stets auch meine Waffen. Sie stehen zu meiner Rechten: Falls ihr also jemals gegen Herkules aktiv werdet, schicke ich Vesta gegen euch. Sie wird euch so gut bekochen, dass eure Bäuche schwer und träge werden und euch dann ein Feuer ohnegleichen schicken. Amazone wird den Rest besorgen.”

Amazone ist das Zünglein an der Waage
“Du drohst mir?”, wetterte Hades. Er fühlte sich herausgefordert. Doch Eirene zuckte nicht einmal mit der Wimper. So wechselte Hades schnell die Taktik. Argumente zogen bei diesem humanismusgläubigen Wesen doch immer! Immerhin war sie ehrlich und er brauchte von ihr noch ein paar Infos für seine ausgetüftelte Kriegstaktik. “Nun sage mir doch mal eins: Warum sollte Amazone nicht uns unterstützen?”, fragte er zurück. “Weil sie glaubt, sonst keinen gleichberechtigten Gegner mehr zu haben”, antwortete Eirene postwendend. “Überschätzt sie sich da nicht ein wenig?”, konterte Hades ironisch. “Nein, sie wird ja von mir unterstützt”, gab Eirene schlagfertig zurück.

Hades neuer Plan: Amazone täuschen
“Dieser Frauenklüngel stört doch eindeutig das Gleichgewicht”, kritisierte Hades. Er wandte sich nach links zu Vulkan. “Amazone ist das Zünglein an der Waage. Ich sollte sie dazu aufwiegeln, dass sie eigentlich dort hoch oben stehen könnte, wo ihr Widersacher steht. Das würde sie sicher reizen, was meinst Du? Und dann entledigen wir uns ihrer und nehmen dort selber Platz.”

Gut, dass niemand seine Gedanken lesen konnte. Denn er würde natürlich allein dort Herkules’ Platz einnehmen. Natürlich kurz nachdem er dann noch schnell Vulkan ins Reich der Unterwelt gezogen hatte. Eine wirklich schöne Vorstellung!

Contest of the Gods

Short story from Stefanie Saur, Part 2 (Part1)

“Honestly, I don’t like this giant in the Bergpark”, Hades said. “But either way I have the power. And frankly, to be king of the underworld, this is a really amazing part of my job.” He added murmuring deep from the corners of his mouth: “And I don’t want to ruin my relations with those statues near to me like Proserpina nor Eirene. After all she is the goddess of peace and annoys me day and night with her silly desire for harmony. It is real impudence, that she has her place near to my right side. This means to be psychological warfare!”

Hades wants to rule over Kassel
He mustn’t tell anyone, that he had caught fire. Because it was just in that moment that he forged his plans to take place in the Bergpark instead of Hercules, to rule over Kassel. “I’ve heard everything, Hades”, grumbled Eirene. “And I would say: if you were a wise man, you would not even risk to think like that. And by the way: don’t underestimate me, because I have not only peace but also with Lictor (Photo) the right on my side.”

Eirene joins forces with Lictor and Vesta
She waved with a long view to a statue the way across. The roman magistrate Lictor obligingly cringed back. “You see. Vesta and Amazon are surrounding and enchanting the loyal Lictor from both sides. He is fully devoted to us and will always be on our side.” She pulled the corners of the mouth. “And I’m not conflictaverse. Moreover, I should’t be, with such neighbors as you and your omni-presence. What is it anyway for a stupid idea to put up you twice? With another statue? But it does not matter, but this is sure: To have peace with you, I always equip my weapons too. They are waiting at my right hand: So if you ever become once active against Hercules, I am sending Vesta against you. She will cook so much that your belly will be fat and lazy and then I will send you a fire like no other. Amazon will do the rest.”

Amazon tips the scales
“You’re threatening me?”, protested Hades. He felt challenged. But Eirene did not even twitch an eyelid. So Hades quickly changed tactics. Arguments are surely persuading this humanist nature! At least she was honest and he needed to hear from her some more information for his subtle tactic of war. “Now tell me, why shouldn’t Amazon (Photo) help us?”, he asked.

“Because she believes otherwise to have no equal opponents”, Eirene replied immediately. “She shouldn’t overestimate herself”, Hades countered sarcastically. “No, she is indeed every time supported by me”, answered Eirene quick-wittedly.

Hades’s new plan: to deceive Amazone
“This coalitions between women are disturbing deeply the balance of power”, criticized Hades. He turned left to Vulcan. “Amazon is the straw to tip the scale. I should make her think that it is her place high up there in the Bergpark, where her opponent stands. Isn’t it a real challenge for her? And then we get rid of her and take place there ourselves.”

It was fortunate that nobody could read his real thoughts. Because he was thinking: Only I will be there to take Hercules’ place. Of course, shortly after I have moved Vulcan quickly into the kingdom of the underworld. A really nice idea!

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Tipps für die freie Zeit während der documenta / Ideas for your leisure activities

Neues aus der documenta-Stadt Kassel: Wir waren wieder unterwegs und haben Oberbürgermeister Bertram Hilgen besucht. Außerdem haben wir das Freizeitangebot der Stadt getestet und geben einige Tipps für documenta-Besucher.

News from the town: We were again on the road and visited Mayor Bertram Hilgen. We also have tested the cultural leisure service by the town and give here some tipps for documenta-visitors.

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Statuen-Talk in Kassel / Let the statues of Kassel talk!

Kassel hat viele historische Gestalten, wie den Erfinder Dennis Papin, den Komponisten Louis Spohr oder die Märchensammler “Brüder Grimm”. An ihr Wirken erinnern Statuen, die über die ganze Stadt verteilt sind. Aber Achtung: Unter ihnen tummeln sich auch Götter und Halbgötter-Statuen aus der Welt der Sagen. Der Herkules, das Wahrzeichen Kassels, trohnt über allem. Die Aue bei der Orangerie säumt eine Gruppe von 12 Statuen der klassischen Göttersagen. Sie glauben gar nicht, was die sich alles zu erzählen haben! Mit ihnen beginnen wir die Unterhaltung der Kasseler Statuen. Die Kurzgeschichte hat Steffi vor zwei Jahren geschrieben, als der Herkules saniert wurde. Dazu wurde auch das Haupt des Kolosses abmontiert. Die Folge: Die stolze Statue trohnte ein Jahr lang kopflos über Kassel. Das ist der erste Teil, Fortsetzung folgt mit Teil zwei und drei! Und jetzt haben die Statuen das Wort …

Wettstreit der Götter

Kurzgeschichte von Stefanie Saur, Teil 1

„Habt Ihr das gehört? Er bekommt morgen seinen Kopf wieder auf-montiert“, jubelte Caritas von ihrem weißen Steinsockel hinab und drehte sich nach rechts zu den elf weiteren Statuen, die das Bollengrün der Karlsaue in Kassel säumen. „Das ist ein historischer Moment!“, verkündete sie freudig.

Herkules: vorübergehend kopfloser Halbgott
Sie meinte damit das Wahrzeichen der Stadt: die im Bergpark auf höchster Höhe auf Kassel hinabblickende Herkules-Statue. Ein echter acht Meter großer Bronze-Koloss, der im Jahr 2008 und 2009 jedoch von Grund auf saniert wurde. Dazu gehörte zu guter Letzt auch sein Kopf. So kam es, dass das Jahrhunderte alte Wahrzeichen (er steht immerhin seit dem Jahr 1717 dort) im wahrsten Sinne des Wortes kopflos geworden war – wenn auch nur vorübergehend.

Vulkan explodiert
„Wir sind alle historisch“, explodierte Vulkan, direkter Nachbar zu ihrer Rechten. „Noch viel historischer als er – dieser jähzornige Muskelprotz und Weiberheld! So ein Theater um einen hirnamputierten Bodybuilder! Ich hätte ihm sein kopfloses Dasein weiter fürs halbgottlange Leben gewünscht!“, rief er mit lavaglühender Stimme. „Wir sind schließlich alle berühmte Allegorien. Und er deutlich übervorteilt – viermal so groß wie wir und hat die Macht über die ganze Stadt. Nicht nur das, er ist sogar ihr Wahrzeichen. Zu ihm, dem erhaben dort oben im Bergpark stehenden Halbgott, pilgern die Menschen, während wir hier als schnöder Wegeschmuck völlig unbeachtet herumstehen. Wir Götter glotzen aufs Bollengrün und die Orangerie und inspirieren im besten Fall ein paar Fußgänger zu einem Schnappschuss. Und das war’s. Was für ein Dasein!“

Flora liebt die Aue
„Oh, ich finde es hier viel interessanter als hoch droben im Bergpark“, meldete sich Flora (Foto) zu dessen Rechten keck zu Wort. „Ich kann hier viele Menschen beobachten, wie sie reden, feiern, knutschen. Ich höre Musik, Tenöre und das Klacken der Boulekugeln zu meinen Füßen. Und das Wachsen der Saat, deren Samen ich nachts heimlich verteilen kann.“ „Kein Wunder, Du und Pomona seid ja sehr bodenständige Frauen, steht für Garten und Jugend und lasst es gerne in Mutter Erde rankeln“, brodelte Vulkan.

Vulkan zettelt ein Komplott an
Sein Blick funkelte hinüber zu Hades. „Mächtiger Herrscher der Unterwelt! Was sagst Du zu dem Theater? So viele Kosten, so viel Macht und dabei noch so hochnäsig: Nie redet der mit uns. Wer sich schon eine Platte ins Hirn montieren lassen muss, um sich seinen Erbauer zu merken*, ist ja nicht gerade ein intellektueller Höhenflieger. Sollen wir da nicht eingreifen? Ich habe es satt, dass er da oben steht, dass ihn alle verehren. Wenn wir uns verbünden, steht er morgen nicht mehr dort.“

Hades schmiedet dunkle Pläne
Hades‘ (Foto) Lust zur Zwietracht flackerte auf: „Was hast Du vor?“, fragte er in donnerndem Bass. „Ich lasse einen Blitz einschlagen und Du nimmst ihm mit in die Unterwelt. Wie Proserpina. Das hat doch damals auch gut geklappt. Dann ist er weg und wir beide besteigen seinen Platz und werden gefeiert wie er.“ Vulkan war ganz in seinem Element.

„Wir beide?“, fragte Hades. Da hätte ja nur einer Platz, dachte er indes. „Außerdem…“, er zögerte, schielte einige Meter über den Weg hinüber nach rechts, denn dort stand sein Ebenbild – Hades 2 als Statue – noch einmal außer Hörweite. Diesmal aber just beim Entführen seiner Gattin. Die sollte von seinen dunklen Plänen nichts mitbekommen. Auf diesem Sockel war er allein, konnte nachdenken, sogar reden. Ohne dass sie es hörte.

* Die besagte Platte, eine metallene Schrifttafel mit vielen Informationen und Daten, hat sein Erbauer, der Augsburger Kupferschmid Anthoni, unter einer Locke des Kopfes der Statue versteckt. Diese Platte wurde erst 1900 bei der Sanierung der Herkules-Statue entdeckt.

Das Objekt der Begierde / The object of desire Fotos/Photos (4): Saur

Kassel has many historical figures, such as the inventor Dennis Papin, the composer Louis Spohr and the collectors of fairy tales, both brothers Grimm. Statues remind us of her works and they are spread throughout the whole city. But beware: Among them are also statues of gods and demigods from the world of legends. The Herkules, Kassel’s landmark, above all. In the Karlsaue, in front of the Orangerie, there is standing a group of 12 statues of classical mythology. You would not believe what they have to say! So they will start with our little talk of the statues of Kassel. Steffi wrote this short story two years ago, when Herkules was restored. This includes that his head was dismantled. The result: The proud statue of Kassel was temporarily – for one long year – headless. This is the first part of the story, to be continued with part two and three! And now, the statues have the floor…

Contest of the Gods

Short story from Stefanie Saur, Part 1

“Did you hear that? He’ll get back his head tomorrow”, rejoiced Caritas down her white stone base and turned right to the eleven other statues, flanking the Bollengrün of the Karlsaue in Kassel. “This is a historical moment!”, she announced cheerfully.

Hercules: a temporarily headless demigod on top of Kassel
She was referring to the landmark of the city: the statue of Hercules, situated in the Bergpark on top of Kassel – looking down on the city. The eight meter high colossus of bronze was restored completely in 2008 and 2009. Inclusive finally his head, which was dismantled. That’s why the very old landmark of Kassel (the statue of Hercules stands there since 1717) had become temporarily headless.

Volcano (Photo) explodes
“We are all historical” exploded Volcano, directly adjacent to her right. “Even more historical than he – muscleman and this irascible womanizer! Such a fuss over a brain amputated bodybuilder! I would have wished him this headless existence for his next half-god long life,” Volcano cried with lava glowing voice. “We’re all famous allegories. And he is really cheated – four times as big as us, having the power over the whole city. Not only that, he is even its symbol. To him, the demigod in the Bergpark, exalted standing up there, people make the pilgrimage, while we’re standing here as a vile decoration – completely unnoticed. We stare onto the Bollengrün and the Orangerie and are inspiring at our best a few pedestrians to a snapshot. And that’s it. What a life! ”

Flora loves the Aue
“Oh, I think it’s much more interesting here than up in the Bergpark”, said Flora confidently on his right sight. “I can see a lot of people talking, celebrating, smooching. I listen to music, tenors, and to the clacks of boule balls at my feet. And the growth of the seeds, which I am sowing secretly at night. “No wonder, you and Pomona are very grounded women and surely you both like to resow new life in Mother Earth”, bubbled volcano.

Volcano (Photo) instigates a plot
He threw a sparkeling look over to Hades. “Mighty ruler of the underworld! What do you say to this spectacle? So many costs for so many muscles. And still he is so arrogant: He never talks to us. Those like him, who have mounted a nice plate just below a lock to remember his own builder,* can’t really be an intellectual high-flyer. We should intervene. I can’t stand it anymore that he is up there and that all worship him. If we work together, he won’t stand there any longer.”

Hades forges dark plans
Hades desire for discord flared up: “What would you do?” He asked in a thundering bass. “I would like to strike lightnings and then you can take him with you into the underworld. Like Proserpine. This has also worked quite well in former times. Then he is gone and we both take up his place. We will be the stars, being celebrated there on the top of the city.”

“Both of us will take up his place?”, asked Hades. That’s what he thought in the same moment: “There is only space for one of us.” “Moreover…” He hesitated, pearing invisibly a few meters to his right, because there he stood again, Hades 2, as a statue. Out of earshot. But this time in the act of kidnapping his wife. She shouldn’t notice his dark plans. Alone on his base, he was left alone to think, he could even talk without that she heared it…

* This plate, an epigraph of metal with all the information and data that discovered his creator, the coppersmith Anthoni from Augsburg, under a lock of the statues head. The plate was discovered 1900.

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Der Kunst auf der Spur in Kassel / On the trail of the art in kassel

Wir haben uns bei der Museumsnacht in Kassel unter die Menschen gemischt. Außerdem waren wir beim Kunst- und Kultur-Rundgang im Stadtteil Vorderer Westen in einigen Galerien zu Gast.

We got amoung the visitors at the “Kassel Museum Night”. We also visited the studios of several artists during the “Kunst- und Kulturrundgang Vorderer Westen”, a beautiful district of Kassel.


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